🔬Programm
ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
💶Fördersatz KU
bis zu 55%
💶Fördersatz MU
bis zu 45%
📍Regionalbonus
+10 Prozentpunkte (GRW-Gebiet)
🤝Netzwerkgröße
ab 6 Partnerunternehmen
💡Fokus
F&E, Digitalisierung, Nachhaltigkeit
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ist das wichtigste technologieoffene Förderprogramm für forschende KMU in Deutschland. Eine detaillierte Übersicht bietet unsere Seite zur ZIM-Förderung. Seit der überarbeiteten Richtlinie vom 01.01.2025 bietet das ZIM verbesserte Konditionen für Kooperationsprojekte, eine vereinfachte Antragstellung und erweiterte Förderfähigkeit für Digitalisierungsvorhaben mit Nachhaltigkeitsbezug. Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E) durchführen wollen. Projektträger ist die AiF Projekt GmbH (Berlin) im Auftrag des BMWK.
Die drei ZIM-Säulen: Einzel, Kooperation, Netzwerk
Das ZIM fördert Innovationsvorhaben in drei Formaten, die sich in Komplexität, Partnerstruktur und Förderhöhe unterscheiden.
ZIM-Einzelprojekte
In Einzelprojekten führt ein KMU ein F&E-Vorhaben eigenständig durch. Gefördert werden die projektbezogenen Personal- und Materialkosten, Kosten für Aufträge an Dritte (bis zu 25 % der Gesamtkosten) sowie projektbezogene Investitionen. Die maximale Fördersumme beträgt 231.000 Euro für kleine Unternehmen und 189.000 Euro für mittlere Unternehmen. Einzelprojekte eignen sich besonders für Unternehmen, die bereits über eigene F&E-Kapazitäten verfügen und ein klar abgrenzbares Entwicklungsvorhaben umsetzen wollen.
ZIM-Kooperationsprojekte
Kooperationsprojekte bringen mindestens zwei Partner zusammen — typischerweise ein KMU und eine Forschungseinrichtung (Hochschule, Fraunhofer-Institut, Leibniz-Zentrum o.ä.). Jeder Partner stellt einen eigenen Antrag für seinen Projektteil. Die maximale Fördersumme steigt auf bis zu 462.000 Euro pro Unternehmenspartner und bis zu 231.000 Euro pro Forschungspartner. Forschungseinrichtungen erhalten bis zu 100 % Förderung auf ihre zuwendungsfähigen Kosten. Kooperationsprojekte sind das häufigste ZIM-Format und bieten den Vorteil, dass wissenschaftliche Expertise direkt in die Produktentwicklung einfließt.
ZIM-Innovationsnetzwerke
Innovationsnetzwerke sind das strategischste ZIM-Format. Mindestens sechs Partnerunternehmen — seit der neuen Richtlinie herabgesetzt von zuvor acht — schließen sich zu einem thematischen Netzwerk zusammen. Ein Netzwerkmanager koordiniert die gemeinsame Technologie-Roadmap, identifiziert F&E-Projekte und unterstützt bei der Antragstellung. Das Netzwerkmanagement selbst wird in zwei Phasen gefördert: Phase I (Aufbau, 12 Monate, bis zu 190.000 Euro) und Phase II (Umsetzung, bis zu 36 Monate, bis zu 285.000 Euro). Die maximale Förderung für das Netzwerkmanagement beträgt damit 475.000 Euro. Aus dem Netzwerk heraus entstehen dann einzelne F&E-Projekte, die als Einzel- oder Kooperationsprojekte separat beantragt werden — mit erhöhten Fördersummen von bis zu 570.000 Euro pro Projekt.
Förderquoten und Regionalbonus im Detail
Die Förderquoten im ZIM richten sich nach der Unternehmensgröße und dem Standort. Kleine Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeitende, Umsatz unter 10 Mio. Euro) erhalten in Einzelprojekten bis zu 45 % und in Kooperationsprojekten bis zu 55 % der zuwendungsfähigen Kosten. Mittlere Unternehmen (weniger als 250 Mitarbeitende, Umsatz unter 50 Mio. Euro) erhalten in Einzelprojekten bis zu 35 % und in Kooperationsprojekten bis zu 45 %. Für Unternehmen in strukturschwachen Regionen (GRW-Fördergebiet) kommt ein Regionalbonus von 10 Prozentpunkten hinzu. Dies betrifft insbesondere Standorte in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Ein kleines Unternehmen in einem GRW-Gebiet kann damit in einem Kooperationsprojekt bis zu 65 % Förderung erhalten.
Antrags- und Bewilligungsprozess
Die Antragstellung erfolgt über das elektronische Antragssystem des Projektträgers AiF Projekt GmbH. Anträge können jederzeit eingereicht werden — es gibt keine festen Stichtage. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel 8 bis 12 Wochen. Zentral ist das Vorzeitigkeitsverbot: Projektarbeiten dürfen erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids beginnen. Der Antrag umfasst eine detaillierte Vorhabensbeschreibung (in der Regel 15 bis 25 Seiten), einen Arbeits- und Zeitplan, eine Kostenkalkulation und eine Verwertungsplanung. Bei Kooperationsprojekten ist zusätzlich ein Kooperationsvertrag zwischen den Partnern erforderlich.
Was macht ein gutes ZIM-Projekt aus?
Drei Kriterien entscheiden über die Bewilligung. Erstens die Innovationshöhe: Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und ein erkennbares technisches Risiko aufweisen. Reine Anpassungsentwicklungen oder Standardoptimierungen werden nicht gefördert. Zweitens das Marktpotenzial: Der Antrag muss glaubhaft darlegen, dass das Ergebnis wirtschaftlich verwertbar ist — idealerweise mit konkreten Zielkunden oder Marktsegmenten. Drittens die Durchführbarkeit: Das antragstellende Unternehmen muss die personelle und technische Kompetenz nachweisen, das Projekt innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenrahmens umzusetzen.
ZIM-Netzwerke aus der Praxis: Erfahrung aus 12+ Partnern
VO-Sustain-Gründer Denis Jänicke hat als ZIM-Netzwerkmanager das Netzwerk SEAWEED DECARBON POLYMER mit über 12 Partnern aus Forschung und Industrie aufgebaut und koordiniert. Die Erfahrung zeigt: Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Netzwerk liegt in der Konstellationslogik — der strategischen Zusammensetzung der Partner entlang einer Wertschöpfungskette. Ein gutes Netzwerk ist kein loser Verbund, sondern ein abgestimmtes System, in dem jeder Partner eine definierte Rolle einnimmt und von den F&E-Ergebnissen der anderen profitiert. Diese Orchestrierungskompetenz ist das, was VO Sustain in die ZIM-Beratung einbringt.
Für wen ist ZIM geeignet?
ZIM eignet sich für KMU aller Branchen, die ein konkretes F&E-Vorhaben mit technischem Risiko und Marktperspektive planen. Besonders häufig gefördert werden Projekte in den Bereichen Maschinenbau, Medizintechnik, Umwelttechnologie, Digitalisierung, Materialwissenschaften und Biotechnologie. Das Programm ist technologieoffen — es gibt keine thematischen Einschränkungen. Nicht antragsberechtigt sind Großunternehmen und Freiberufler. Wie eine erfolgreiche Förderbegleitung vom Erstgespräch bis zur Bewilligung ablaufen kann, zeigt unsere Referenz: 60 % Zuschuss für Energieforschung.
Förderfähige Kosten und Laufzeiten
Zuwendungsfähig sind projektbezogene Personalkosten (eigenes F&E-Personal), Kosten für Aufträge an Dritte und Forschungseinrichtungen, projektbezogene Materialkosten sowie Kosten für Instrumente und Ausrüstung (anteilig nach Nutzungsdauer). Die Projektlaufzeit beträgt in der Regel bis zu 24 Monate für Einzelprojekte und bis zu 36 Monate für Kooperationsprojekte. Nicht förderfähig sind Vertriebskosten, Kosten für Serienproduktion und allgemeine Betriebskosten. VO Sustain unterstützt bei der Einschätzung der Förderfähigkeit, der Partnersuche für Kooperationsprojekte und der Antragserstellung — von der ersten Projektskizze bis zum Zuwendungsbescheid. Mehr zu unserem Beratungsansatz erfahren Sie auf unserer Seite zur Förderberatung.
Quelle: https://www.zim.de/ZIM/Navigation/DE/
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